Palliativmedizin

Ziel einer jeden Therapie ist es Heilung, Lebensverlängerung oder eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist tritt das Therapieziel der verbesserten Lebensqualität in den Vordergrund. Die Palliativmedizin will die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen erhalten, fördern und verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen oder familiären Umgebung ermöglichen.

Die Betreuung hört für uns auch nach dem Tod des Angehörigen nicht auf. Wir begleiten und halten Kontakt auch nach der Beendigung derVersorgung.

Das Palliativnetzwerk

  • APANOR (ambulantes Palliativnetzwerk Nordthueringen) als Träger der SAPV (spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung)
  • Hospiz (Haus Geborgenheit Neustadt)
  • Hospizverein
  • Palliativstation (am Südharzkrankenhaus)

Regionale Entwicklung

  • 01.10.2000: Hospizverein Nordhausen
  • 01.07.2004: Palliativstation Nordhausen
  • 01.01.2007: Netzwerk Sterbebegleitung
  • 01.01.2007: Ambulante Palliativmedizin
  • 01.12.2008: Stationäres Hospiz Neustadt
  • 06.01.2009: Qualitätszirkel Palliativmedizin
  • 01.03.2010: Neubau Palliativstation
  • 01.01.2011: SAPV-Team APANOR

Was machen wir?

Wichtig ist uns neben einer optimalen Symptomkontrolle auch die weitere Verbesserung der Gesamtversorgungsstruktur. Dazu führen wir durch:

  • Teambesprechungen Pflege
  • gemeinsame Fallbesprechungen
  • Supervision
  • Qualitätszirkelarbeit
  • internetbasierte Kommunikationwege
  • Entlassungsmanagement
  • Koordination aller beteiligten Dienste
  • Einbindung der Angehörigen
  • Kooperation mit Ehrenamt
  • sektorenübergreifendes Team Pflege-Ärzte
  • offenes Netzwerk
  • 24h Rufbereitschaft
  • Versorgung auch in Pflegeheimen
  • Bezugspflege und ärztliche Versorgung
  • immer teiladditive Versorgung

Sterben

Wir akzeptieren das Sterben als einen natürlichen Prozess und als Teil des Lebens. Als unser Leitfaden gelten die aktuellen Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung. Wir fördern die Autonomie und das Selbstbestimmungsrecht unserer Patienten und empfehlen zum Beispiel die Patientenverfügung der Ärztekammer Thueringen.

1910

• Über 90% der Menschen starben zu Hause
• Etwa 40% davon waren jünger als 20 Jahre
• Die Lebenserwartung betrug weniger als 49 Jahre
• Alle Familien hatten private Erfahrungen mit Krankheit, Sterben und Tod

2010

• Etwa 80-90% der Menschen sterben in Institutionen
• Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt mehr als 80 Jahre
• Nur wenige Menschen erleben den friedlichen Tod Angehöriger zu Hause
• Wir haben den Tod getötet

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